KDFB Kirchdorf
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Spritueller Impuls

Gottes Lohngerechtigkeit

 

Wer Aufgaben und Dienste übernimmt, für die keine Bezahlung geleistet wird, sagt manchmal „Das tue ich für Gottes Lohn.“ Auch in Liedtexten und Gebeten ist die Rede vom ewigen Lohn, den Menschen erwarten dürfen, wenn sie die Gebote Gottes halten.

Belohnt uns Gott? Jesus spricht in den Evangelien von der Freude, die Gott den Menschen schenkt, die seine Liebe annehmen. Gerade in den Auseinandersetzungen zwischen Jesus und den Pharisäern wird deutlich, dass Gott nicht religiöse Leistung erwartet, sondern Umkehr des Herzens, ein ehrliches sich Hin-Wenden zu Gott. Wer vor Gott seine guten Taten aufzählt und erwartet, dafür belohnt zu werden, lebt an der Freudschaft vorbei, die Gott uns Menschen anbietet (vgl. Lk 18, 9 - 14).

Gott belohnt uns Menschen nicht, weil er uns längst beschenkt hat -
beschenkt mit dem Versprechen: Ich lasse dich nicht allein, was immer geschieht.
Auf mich kannst du dich verlassen. Meine Liebe zu dir, Mensch, nehme ich nie wieder zurück.

Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, dieses Geschenk wieder neu auszupacken und sich darüber zu freuen. Echte Geschenke legen keine Verpflichtungen auf, sie lassen uns froh und dankbar antworten. Unser Leben nach Gottes Wort und Gebot ist dann Gottes „Lohn“ oder, besser, unser Dank an Gott für seine guten Gaben.

So wie es in einem Neuen Geistlichen Lied heiß:
Gott, du sendest den Geist und du machst mich ganz neu
und erfüllst mich mit deinem Frieden.
Und ich dank‘ dir, mein Gott, und ich preise dich
und ich schenke dir mein Leben.      (GL Nr. 389)

Birgitt Pfaller

 
Mit freundlicher Genehmigung vom Diözesanverband Regensburg und Frau Pfaller!

 

 

 

 

 

 

 

 

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