KDFB Kirchdorf
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November 2016


Spiritueller Impuls des Monats

Da bin ich daheim

Sicher kennen Sie die kurzen Filme des Bayerischen Fernsehens, in denen Menschen, die in Bayern leben, sich mit ganz wenigen Worten vorstellen und dann sagen: „Ich bin der/die … und da bin ich daheim.“

Daheim sein, geborgen und in Sicherheit, einen Ort haben, wo ich hingehöre, wo ich mich auskenne und wohl fühle – das ist ein Lebensbedürfnis. Diese Sehnsucht nach dem Daheim-Sein spüren wir besonders in den Tagen des November, wo uns die Sonne fehlt und die tröstlichen Lichter des Advents noch nicht leuchten.

Es ist wohl kein Zufall, dass wir gerade in dieser Zeit besonders an unsere Verstorbenen denken. Denn wir sind jetzt angerührt von der Frage nach der Heimat für unser Leben. Wir brauchen diese Heimat hier und heute und wir erhoffen sie über die Grenze des Todes hinaus. In der biblischen Botschaft ist uns versprochen, dass wir bei Gott daheim sind, geborgen, sicher und im Frieden, jetzt und für die Ewigkeit. Jesus sagt im Johannes-Evangelium: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ (Joh 14,2) Und Paulus schreibt im Brief an die Korinther: Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel. (2 Kor 5,1)

Wenn wir dieses Vertrauen auf Gott verbinden mit der Zusage Gottes: „Ich habe dich beim Namen gerufen.“ (Jes 43,1), dann könnte unser Gebet so klingen: Ich bin die /der….. und bei dir, mein Gott, bin ich daheim! 

Zum Weiterdenken: So viele Menschen haben in diesen Tagen ihr Zuhause verloren durch die schweren Erdbeben in Italien oder weil sie flüchten mussten. Wie können wir ihnen helfen? 

Birgitt Pfaller

Mit freundlicher Genehmigung vom Diözesanverband Regensburg und Frau Pfaller!



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