KDFB Kirchdorf
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Mai 2017

 

Spiritueller Impuls des Monats

Wenn Erde und Himmel blühen

In seiner Enzyklika Laudato si‘ schreibt Papst Franziskus: In Maria, die in den Himmel erhoben ist, „hat ein Teil der Schöpfung die ganze Fülle ihrer Schönheit erreicht“ (LS Nr. 241). Deshalb ist wohl auch der Mai der Gottesmutter Maria geweiht, weil in dieser Frühlingszeit die Schöpfung besonders schön ist. Junges Grün, wärmende Sonnenstrahlen, Blütenpracht und fröhliches Vogelgezwitscher lassen uns das Leben in Fülle spüren. Und dabei ist das erst eine leise Ahnung von der Schönheit, der Lebendigkeit, die wir einmal bei Gott erfahren dürfen und in der Maria bereits jetzt leben darf.

Nur eine Ahnung auch deshalb, weil wir Menschen ja auch in dieser lebensfrohen Frühlingszeit nicht einfach unbeschwert leben. All unsere Sorgen, die Schmerzen, die Traurigkeit und die Not sind nicht weggeblasen vom Frühlingswind. Vielleicht ist manche Trauer gerade jetzt besonders schwer zu ertragen, wo scheinbar alles rund herum vom Leben singt.
Der Papst beschreibt Maria nicht nur als die Frau, die schon in der himmlischen Lebensfülle angekommen ist, sondern auch als die mitfühlende, tröstende Mutter: „
Maria, die Mutter, die für Jesus sorgte, sorgt jetzt mit mütterlicher Liebe und mit Schmerz für die verletzte Welt“.

„Dass Erde und Himmel dir blühen!“, so heißt ein Wunsch in einem Segenslied. Wenn wir in diesen Mai-Tagen auf Maria schauen in Maiandachten und bei Wallfahrten, dann könnte sich dieser Wunsch für unser Leben erfüllen: Dann wachsen uns Vertrauen und Mut zu für unser oft mühsames Leben auf der Erde, weil wir die Fülle des Lebens ahnen und spüren.

 Birgitt Pfaller

 

Mit freundlicher Genehmigung vom Diözesanverband Regensburg und Frau Pfaller!



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