KDFB Kirchdorf
93348 Kirchdorf

Januar 2018

 

Spiritueller Impuls


Damit wir sicher gehen





 

Der Monatsname Januar geht zurück auf die römische Mythologie, in der ein Gott „Janus“ verehrt wurde. Zunächst war Janus der Gott des Durchgangs und der Türen, des Ausgangs und des Eingangs. Mit der Zeit erinnerte sein Bild mit zwei Gesichtern auch an andere Gegensätze: Anfang und Ende, Leben und Tod, Licht und Dunkelheit, Zukunft und Vergangenheit.

So gibt uns der Monat Januar durch seinen Namen den Gedanken mit auf den Weg ins neue Jahr, dass alle Erfahrungen mindestens zwei Seiten haben. Der Anfang wird besser gelingen, wenn ich dabei auch das Ende im Blick habe. Wohin soll das führen, was ich gerade beginne? Und wie packe ich es an, damit ich auch dort ankomme, wo meine Pläne aufgehen und Hoffnungen sich erfüllen?

Leben ist kostbar, weil wir um den Tod wissen. Aufbruch finden wir spannend, weil er uns irgendwann zu einer Ankunft führt. Licht strahlt heller, wenn es in der Dunkelheit entzündet wird und leuchtet. Die Zukunft ruht auf vielen Errungenschaften der Vergangenheit.

Wenn wir wählen könnten, würden wir vielleicht kurzsichtig nur die eine Seite des Lebens wählen: Anfang, Licht, Zukunft. Richtig kraftvoll und reich wird das Leben aber erst, wenn wir es in seiner Fülle erfahren und gestalten. Dazu brauchen wir ein wenig Weisheit und viel Mut, Herzlichkeit und Phantasie und vor allem die liebevolle Nähe unseres Gottes.

Vielleicht berühren auch Sie die Worte von Jochen Klepper, mit denen wir unsere Zeit und unser Leben unter Schutz Gottes stellen – nicht nur am Anfang des Jahres:
„Der du allein der Ew‘ge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unserer Zeiten: 
Bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.“

Birgitt Pfaller

Mit freundlicher Genehmigung vom Diözesanverband Regensburg und Frau Pfaller!

 

 

 

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